weißes Haus

Umgeben von einem parkähnlichen Garten mit südlichen und exotischen Pflanzen auf einem Hügel in mitten einer langsam abfallenden Ebene am südwestlichen Teils der Insel La Palma liegt das weiße Haus ( Casa Blanca ) in 450 Meter Höhe . Bei leichter Brise auf einer breiten lichtdurchfluteten Terrassenanlage mit großzügigem Soggiorno , genossen wir vom Morgen bis zum rotgefärbten Abend die Sicht auf den Atlantik. Aus den Schulbüchern wissen wir, dass hier die spanischen Einwanderer gestanden haben müssen, als sie mit ihren erwartungsvollen Blicken die Schiffe der Eroberer verfolgen, die von Tazzacorte aus bei auslaufender Flut und abendlichem Ostwind der neuen Welt entgegen seegelten. Das Haus bietet jeglichen Komfort auch ohne daß jeder Wäscheständer und jede Steckdose für den Haar-Föhn aufgelistet werden müßte.

Die Schimmbadanlage mit chlorfreier Reinigung läßt uns vergessen , daß wir 6 Km vom Meer entfernt sind , mit sauberem schwarzen Sandstränden und ordentlicher Bestuhlung in den Strandbars, wo wir für kleines Geld auch mal einen Nachmittag vertrödeln konnten.

Die seit mehreren Jahrzehnten landwirtschaftlich brachliegende Ebene ( Wein und Schafe ), aus der sich die Casa Blanca erhebt, mag auf den ersten Blick angesichts der sonstigen grünen Insellandschaft ungewöhnlich erscheinen. Diese wilde Landschaft, in der das Haus eingebettet liegt, ist mit ihren Skulpturen und Monumenten aus Lavagestein, Kakteen , dornigem Unterholz und endlosen Terrassenmauern in Wirklichkeit der Garant für die Ungestörtheit und die nächtliche Ruhe des Palmenhügels, die nur gegen Morgen von dem entfernten dreimaligen Krähen eines Hahnes unterbrochen wird. Sehr schnell haben wir uns an den holprigen Weg zu „unserer“ Villa Blanca gewöhnt. Im Gegenteil, er vervollständigt den idealen Platz für ruhebedürftige, lichthungrige Nordlichter, die dennoch nicht auf den Besuch eines Supermarktes, ein gutes Restaurant oder auf einen abendlichen Aperativo oder eine Sangria unter den Bäumen der Plaza verzichten wöllten.

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