this must be the place

Ich war sofort verliebt in diesen Ort, als Roger mir den Link auf das Exposé der Villa Casablanca mailte. Die moderne Architektur mit maurischen Elementen, die munter geschwungenen Linien der den Garten und den Pool rahmenden Mauern haben auf mich eine heitere Ausstrahlung.

Der große Hauptraum mit bodentiefen Fensterfronten zur überdachten Terrasse auf der einen und zu einem kleinen Patio auf der anderen Seite, ist genau das, wonach sich mein lichtdürstendes Gemüt während der dunklen Jahreszeit in Deutschland sehnt. Welches Vergnügen eine gut ausgestattete Küche mit großen Arbeitsflächen und freistehender Kochinsel bereiten kann, weiß jeder leidenschaftliche Koch genau einzuschätzen.

Für den geschützt gelegenen Pool, sowie den Kamin würden sich genügend Liebhaber im Familien- und Freundeskreis finden, um diese ebenfalls als klare Pluspunkte zu werten.

Die Bilder, die Roger von der Villa Casablanca gemacht hatte, sind verführerisch.

Roger ist der Makler, den ich zur Umsetzung dessen, was ich meinen ‚Plan B‘ nenne, kontaktiert hatte. Inzwischen weiß ich, dass er nicht nur Makler, sondern auch ein guter Fotograf ist, der geschickt das Weitwinkelobjektiv einzusetzen weiß, und mit Photoshop den Farben eine faszinierende Leuchtkraft verleihen kann.

Als wir die Villa Casablanca endlich besichtigen konnten, erwies sich das Gebäude als viel kompakter, weniger protzig, bis auf das Bad vielleicht, und eigentlich sehr pragmatisch auf Funktionalität ausgerichtet. Meine vorausgegangene Verliebtheit schlug in Euphorie um, als ich den Garten und vor allem das dazugehörige Grundstück sah.

Anders als erwartet handelt es sich nicht um ein steiles, von einem Lavastrom unfruchtbar zugedecktes Gelände, wie ich es in der Nähe auf dem Weg nach Puerto Naos gesehen hatte. Nach einem kurzen Abhang aus Lavagestein bildet es eine freundliche Mulde mit fruchtbarem Lehmboden, keineswegs erosionsgefährdet, in den bereits vor wenigen Jahren Mangos, Avocados, Zitronen und andere Obstbäume gesetzt worden waren. Der Charakter ist aber immer noch wild mit zwei undurchdringlichen Opuntienhecken, die das Gelände gliedern.

Das Potential ist fantastisch, man muss es nur nutzen, dachte ich. Ich begann leise „This must be the Place“ von den Talking Heads zu summen und mir dabei auszumalen, wie die Villa Casablanca für uns, die Familie und unsere Freunde zu einem Ort des Glücks würde und wahrscheinlich auch zu einem Ort der Inspiration […]

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